Sie sind hier: Rosen vergangener Zeiten

Es mag vielleicht erstaunen, dass unsere heutigen 12.000 Rosensorten von nur wenigen Wildrosen abstammen.
Einige dieser Wildrosen wurden über die Jahrhunderte kultiviert, andere aus Asien eingeführt. Irgendwie fanden sie ihren Weg in die Gärten und begründeten die Entwicklung der Gartenrosen.
Auch wenn die genaue Entwicklungsgeschichte der Rosen zum großen Teil auf Spekulationen beruht, ist man sich doch relativ einig darüber, dass die Ursprünge der Rose sehr weit zurückgehen.
Es gibt Versteinerungen, die auf die Existenz der Rose in vorgeschichtllicher Zeit hinweisen.
Die Erkenntnisse und Informationen über die Existenz von Rosen in der Antike stützen sich vor allem auf Darstellungen in der Kunst (Inschriften, Wandmalereien, Literatur), in der Mythologie und auf archäologische Funde (Münzen, Grabbeigaben).

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gab es nur sehr wenige Rosensorten. Diese wenigen Sorten haben wir zusammengetragen und hier im Rosengarten am Schloßberg angepflanzt.
Zu den ältesten der Alten Rosen gehören die Gallica-Rosen, die alle mehr oder weniger direkt von der europäischen Wildrose Rosa gallica L. abstammen. Als weitere sehr alte Gruppen sind hier auch die Alba-Rosen und die Damaszener-Rosen zu nennen.
Seit dem 16. u 17. Jahrhundert tauchen in alten Quellen die Zentifolien (hundertblätterige Rose) und deren Mutation die Moosrosen auf. Dies sind die Rosen aus den Gärten unserer Großmütter. Man geht heute davon aus, dass sie sich als komplexe Hybriden aus Kreuzungen von vier verschiedenen Wildrosen entwickelt haben. Auch hier gibt es viele Spekulationen, unter anderem die Vermutung dass sie aus Holland stammen.

Die Rosen in den vier Beeten