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Artenvielfalt auf der Schloßbergkuppe

Wer im Februar im Rosengarten am Schloßberg spazieren geht, kann sich an der entstehenden Krokuswiese mit Pollen sammelnden Bienen erfreuen. Der Duft der Rosen, die bunte Vielfalt der Blüten mit dem Summen von Bienen, im Hintergrund Vogelstimmen machen den Besuch im Sommer zu einem sinnlichen Erlebnis. Viele verschiedene Hagebutten und Samenstände schmücken den Garten im Herbst. Zu jeder Jahreszeit gibt es etwas zu entdecken.
Außer den 70 verschiedenen Historischen Rosen und 20 Wildrosen wachsen hier mehr als 100 verschiedene Wild- und Heilpflanzen. Einige davon sind Raritäten und stehen auf der Roten Liste oder gelten als gefährdet.

Der Garten möchte ein Modell dafür sein, wie sich eine öffentliche Anlage und ein Rosengarten, aber auch jeder private Garten naturnah gestalten lässt und damit die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten unterstützt. Hierfür sind besonders Historische Rosen und Wildrosen geeignet.

Wenn die Natur „mitgärtnert“ entstehen immer wieder neue, überraschende wunderschöne Gartensituationen, die man so gar nicht hätte planen können. Die Pflanzen entscheiden, wo sie wachsen wollen und manchmal wird es ziemlich eng. Dann ist, ohne zu sehr eingreifen zu wollen, die ordnende Hand des Gärtners gefragt.
Dieses Konzept mag für viele Menschen gewöhnungsbedürftig sein, weil eine gewisse Unordnung dazugehört und nicht alles nach Plan läuft. Die Fruchtbarkeit und Ausbreitungsfreude der Wildpflanzen hat eine eigene Dynamik.


Ein Ziel dieses Projektes ist es, im Hinblick auf das Insektensterben das Pflanzenangebot zu vergrößern und weitere seltene Wildpflanzen in dieses Areal zu integrieren.
Da der Rosen-Heim e.V. nur über begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen verfügt und nicht zu sehr in das bestehende Biotop eingreifen will, geschieht dies Schritt für Schritt über einen längeren Zeitraum.
Der Bauhof Stephanskirchen unterstützt diese Bemühungen durch sein schon seit mehreren Jahren praktiziertes Mähkonzept und sorgt so dafür, dass sich auf der angrenzenden Wiese wieder das Artenspektrum erweitert.


Im Rosen-Heim e.V. gibt es eine kleine Gruppe von Aktiven, die den Garten ehrenamtlich und mit viel Freude pflegt. Der Arbeitsaufwand ist durchaus überschaubar, wäre aber noch entspannter, wenn die Gruppe sich im Laufe der Zeit vergrößert. Das ist auch im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung erstrebenswert. Seit sieben Jahren gibt es jetzt diesen Garten, viele Bürger erfreuen sich an ihm und er wird mehr und mehr zu einem Naherholungsziel.
Deshalb wünscht sich der Verein eine breite Unterstützung der Stephanskirchener Gemeindebürger und lädt alle ein, die sich mit den Themen Artenvielfalt und naturnahes Gärtnern beschäftigen wollen, zu einer Reihe von Informations- und Austauschtreffen mit dem Thema „Artenvielfalt auf der Schloßbergkuppe und in heimischen Gärten“.
Es soll ein Forum entstehen, in dem Ideen und Erfahrungen gesammelt und ausgetauscht werden. Unter anderem wird über naturnahes Gärtnern gesprochen, darüber, welche Pflanzen sich eignen, über Wildpflanzen, Heilpflanzen und natürlich auch über Rosen.
An folgenden Terminen finden die Treffen im Sitzungssaal im Roten Schulhaus in Stephanskirchen statt:
Jeweils Montagabend 8. April, 13. Mai, 3. Juni, 8. Juli 2019 um 19.00 Uhr.


Der Rosengarten am Schoßberg wurde im Jahr 2011 vom Rosen-Heim e.V. in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Stephanskirchen angelegt und wird seither vom Rosen-Heim e.V. gepflegt. Der Rosen-Heim e. V. ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Vereinsziel: „Förderung, Lehre und Verbreitung der Gartenkultur, der Bewahrung der lebenserhaltenden Systeme der Biosphäre und der biologischen Vielfalt für die Evolution unter besonderer Berücksichtigung, des Schutzes, der Erhaltung und Verbreitung von Rosen“. Er ist kein Rosenverein im klassischen Sinn. Sein Anliegen ist es Historische Rosen in einem naturnahen Gartenkonzept mit heimischen Wild- und Heilpflanzen zu kultivieren, zu verbreiten und für die Nachwelt zu erhalten.

Dieser Artikel wurde im Gemeindekurier der Gemeinde Stephanskirchen am 15. März 2019 veröffentlicht.

Weitere Informationen:
www.rosen-heim.org
Kontakt:mail@rosen-heim.org


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